Leiter des Fachbereichs Beinprothetik: Olaf Gawron

Wegweisende Lösungen auch in schwierigen Fällen

Der Orthopädietechniker-Meister Olaf Gawron ist ein ausgewiesener Spezialist für die Beinprothetik. Seit mehr als 15 Jahren widmet er seine Aufmerksamkeit ganz dem Ersatz unterer Extremitäten.

Wegen seiner Fachkompetenz genießt der gebürtige Konstanzer Olaf Gawron in und außerhalb Deutschlands Anerkennung. Auf nationalen und internationalen Kongressen ist er ein gern gesehener Referent, mit Veröffentlichungen über die Oberschenkelprothetik und die Prothetik nach der Amputation eines ganzen Beines im Hüftgelenk (Hüftexartikulation) hat er einen guten Ruf erworben. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich in der Lehrlingsausbildung, Meisterausbildung Gesellen- und Meisterprüfung.

In der Heidelberger Niederlassung von Pohlig leitet Olaf Gawron den Bereich Beinprothetik. Über große Erfahrung verfügt er auch in der Anfertigung von Unterschenkelprothesen und Fußprothesen. Er hat bereits durch etliche erfolgreiche Neuentwicklungen in der Prothetik auf sich aufmerksam gemacht und in besonders schwierigen Fällen wegweisende Lösungen gefunden. In seiner Mannschaft haben sich auch versierte Nachwuchskräfte wie Mathias Rehg und Tim Baumeister einen Namen gemacht.

Gawron, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, ist auch stellvertretender Leiter der Heidelberger Pohlig-Niederlassung. Nach seinem Abitur 1985 war der begeisterte Segler und Radfahrer über Zivildienst, Kranken- und Behindertentransporte mit einer orthopädischen Werkstatt in Kontakt gekommen. 1998 absolvierte er seine Meisterprüfung als Orthopädietechniker. In der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg arbeitete er sich  als Abteilungsleiter für Beinprothetik bis zum stellvertretenden Leiter der Orthopädietechnik empor. 2008 wechselte er in gleicher Funktion zur Firma Pohlig. 

Der Prothesenschaft spielt eine zentrale Rolle

Eine zentrale Rolle in Gawrons Erfolgskonzept spielt die Erkenntnis, dass auch die teuersten und besten Passteile einen Amputierten ohne einen passenden Prothesenschaft nur ungenügend rehabilitieren können. Der Anfertigung des Schafts widmet Gawron deshalb größte Aufmerksamkeit. Der Schaft muss so gut wie möglich fixiert werden, denn er hat für die Übertragung der Körperlast zu sorgen, damit die Prothese die Bewegungen „mitmacht“. Es kommt auch längst nicht nur darauf an, dass der Schaft keine Druckstellen verursacht. Seine Form beeinflusst vielmehr die Funktionalität der gesamten Prothese erheblich.

In ausgiebigen, vertrauensvollen Gesprächen mit den Patienten suchen Olaf Gawron und seine Kollegen die geeignete Lösung aus. Wenn die korrekte Passform erarbeitet worden ist, müssen im nächsten Schritt die für den Patienten geeigneten Passteile ausgewählt werden - vom Prothesenfuß über das Kniegelenk bis zum so genannten Liner, einer Art Strumpf, mit dessen Hilfe die Prothese fixiert werden kann. Voraussetzung für die jeweils richtige Entscheidung ist eine Kenntnis der am Markt verfügbaren Teile und eine Bewertung ihrer Funktion, losgelöst von Werbeversprechungen der Herstellerfirmen. Auch der Einsatz moderner Werkstoffe, von Silikonen über Polyurethane bis zur Karbonfasertechnik, wird in Gawrons Team exakt geprüft, damit ein optimaler Tragekomfort erreicht wird.

Möglichst natürliches Gangbild

Inzwischen werden auch mehr und mehr elektrische und elektronische Verfahren eingesetzt. Im Einzelfall ist genau zu prüfen, ob sie mit Vorteilen für den Patienten verbunden sind. Gawron und seine Mitarbeiter untersuchen und testen kontinuierlich nahezu alle neu auf den Markt kommenden Passteile. Die enge Zusammenarbeit der Fa. Pohlig mit Forschungsorganisationen und Herstellern, mündet  regelmäßig in Anstößen für Neuentwicklungen. Dabei wird Herr Gawron als anerkannter Spezialist für Orthopädietechnik in die Produkttests von Prototypen eingebunden.

„Eine Prothese bleibt zwar immer ein Ersatz“, sagt Gawron, „aber mit all den fortschrittlichen Möglichkeiten kommt man dem physiologischen Vorbild immer näher.“ So tragen technische Hilfsmittel zu einem möglichst natürlichen Gangbild bei betroffenen Personen bei. Wenn sich bei der Anprobe herausstellt, dass die gewählten Passteile nicht perfekt passen, kennen die Fachleute vielfältige Möglichkeiten, Änderungen vorzunehmen oder Teile auszutauschen.

Damit sich die Patienten im Alltag schnell zurechtfinden

Mit den Patienten werden die einzelnen Maßnahmen genau besprochen. Erst wenn ein Patient zufrieden ist, wird die Prothese fertiggestellt und ausgeliefert. Eine wesentliche Rolle spielt im weiteren Verlauf die Gehschule, damit sich die Patienten im Alltag schnell gut zurechtfinden. Pohlig arbeitet mit Physiotherapeuten zusammen, die auf diesem Gebiet über große Erfahrungen verfügen. Auch gemeinsame Beratungsgespräche mit ihnen werden angeboten.

Auch anschließend stehen Olaf Gawron und sein Team bei Problemen oder Fragen jederzeit zur Verfügung. Ebenso beraten sie gern unverbindlich bei Problemen mit solchen Prothesenversorgungen, die nicht von der Firma Pohlig geliefert wurden. Nach einer genauen Analyse wird dem betreffenden Patienten in so einem Fall eine auf ihn zugeschnittene Lösung empfohlen, die ihm zu höherer Lebensqualität verhelfen kann. Falls sich dabei medizinische Fragestellungen ergeben, werden erfahrene Orthopäden zu Rate gezogen, mit denen die Firma Pohlig vertrauensvolle Verbindungen unterhält. Auch gemeinsame Sprechstunden mit ihnen sind möglich.

pohlig heidelberg

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